Drei, Zwei, Eins HEINZ
Der Unglaubliche wird neuer HEINZ-Chefredakteur
Es gibt Dinge, die verkündet man nicht einfach irgendwo. Neil Armstrongs Worte vom "großen Schritt für die Menschheit" wären ohne Mond ziemlich albern gewesen. Auch John F. Kennedy hätte wohl kaum in München kundgetan, er sei ein Berliner. Insofern hat auch der unglaubliche Heinz alles richtig gemacht, als er seinen ersten Auftritt nach der Benennung zum HEINZ-Chefredakteur in den Bochumer Zauberkasten legte. Ein wahrlich magischer Abend im würdigen Rahmen.
Für den Bochumer Kleinkunsttempel war es eine Feier mit guten Freunden zum 15-jährigen Jubiläum - für den unglaublichen Heinz die Geburtsstunde als unglaublicher Heftemacher. Sein neues Motto: "Reden ist Silber - Schreiben ist Gold". Eigentlich doch eine Leichtigkeit für jemanden, der sich selbst als "sensiblen Poeten im Körper eines zu stark behaarten LKW-Fahrers" bezeichnet.
Aber da ist eben auch die andere Seite in ihm: Die "Rampensau" und der "sexy Motherfucker", die nicht nur körperliche Reize, sondern auch schnellfeuergewehrartige Verbalakrobatik zur Schau stellen. Dabei geht nur selten etwas schief, weil der abstraktive Nihilismus und die sphärische Kohärenz seiner Metaphorik eine exegetische Intersubjektivität evozieren, die die Objektivität der Performance am Point of Archievement in der Komplexität ihrer olfaktorischen Rezeption aproximiert, und dadurch bei gleichzeitig realitätsnegierender Divergenz zum realen Kontext des Geschehens, die exorbitanten Defizite in multiplen Sektoren unserer festgefahrenen Selbstwahrnehmung im dysfunktionalen Kontext der kommunikationsatavistischen Nomenklatura hydrofugal irreversibel kontextualisiert und verbessert.
Alles klar geworden? Nein? Dann freuen Sie sich, dass Sie diesen Satz an dieser Stelle noch einmal in Ruhe auf seine Richtigkeit hin überprüfen können - auf der Bühne haut er Ihnen dieses Konstrukt nämlich in weniger als zehn Sekunden um die Ohren. Und das ist gefährlich, denn der unglaubliche Heinz ist dafür bekannt, scheinbar vertraute Sprüche und Redewendungen einmal durch den Mixer zu drehen und hinterher als (h)einzigartige Wahrheit zu verkaufen. Was er selber dazu sagen würde? Keine Ahnung! Wahrscheinlich so etwas wie: "Halt die Fresse, wenn du mit mir redest!"
Im vollbesetzten Zauberkasten jedenfalls hatte er das Publikum wieder mal voll auf seiner Seite. Mit der Chance auf zwei Tickets für das neue Musical "Ich will Spaߓ in Essen ließen sich seine Fans in der Pause bereitwillig als Schreiberlinge einkaufen und für seine Zwecke einspannen. Der Auftrag: Gebt Heinz eure unglaublichen Sprüche für sein Magazin! Zwar stieß er bei Komiker-Kollegen wie Jürgen Scheugenpflug damit auf Granit ("Watt glaubst du eigentlich, mit wem du hier neben mir stehst?"), sein Publikum aber machte sich gleich an die Arbeit, denn "die Zeit rast - keine Zeit für eine Rast" (Werner Herzog). Während sich manche bei den formalen Dingen schwer taten ("Der, der mir eingefallen ist, der reimt sich nicht", Jörg Störtebecker-Weckes), hatten andere eher ein Zeitproblem ("Die Pause ist zu kurz zum Denken, drum kannst du mir die Karte auch so schenken", Lis Berger). Wiederum andere waren viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt ("Wie soll ich wissen, was ist denke, bevor ich höre, was ich sage?", Karl Rosenblatt).
So kam es, dass am Ende eine junge Frau namens Ninja Helmer aus Dortmund mit einem Spruch gewann, den ein Mann lieber nicht aus dem Munde einer schönen Frau hören möchte: "Ach, und du verhütest also mit deinem Gesicht?"
Bisher habe sie diesen Spruch noch nie anwenden müssen, gab die Gewinnerin selbst zu Protokoll. "Das könnte aber schnell passieren, wenn mich in der Disko irgendein Depp plump anmachen würde." An wen sie dabei wohl gedacht hat? An einen zu stark behaarten LKW-Fahrer ganz sicher nicht
Fotos: KaCo, Text: Gunnar Freudenberg
Aber da ist eben auch die andere Seite in ihm: Die "Rampensau" und der "sexy Motherfucker", die nicht nur körperliche Reize, sondern auch schnellfeuergewehrartige Verbalakrobatik zur Schau stellen. Dabei geht nur selten etwas schief, weil der abstraktive Nihilismus und die sphärische Kohärenz seiner Metaphorik eine exegetische Intersubjektivität evozieren, die die Objektivität der Performance am Point of Archievement in der Komplexität ihrer olfaktorischen Rezeption aproximiert, und dadurch bei gleichzeitig realitätsnegierender Divergenz zum realen Kontext des Geschehens, die exorbitanten Defizite in multiplen Sektoren unserer festgefahrenen Selbstwahrnehmung im dysfunktionalen Kontext der kommunikationsatavistischen Nomenklatura hydrofugal irreversibel kontextualisiert und verbessert.
Alles klar geworden? Nein? Dann freuen Sie sich, dass Sie diesen Satz an dieser Stelle noch einmal in Ruhe auf seine Richtigkeit hin überprüfen können - auf der Bühne haut er Ihnen dieses Konstrukt nämlich in weniger als zehn Sekunden um die Ohren. Und das ist gefährlich, denn der unglaubliche Heinz ist dafür bekannt, scheinbar vertraute Sprüche und Redewendungen einmal durch den Mixer zu drehen und hinterher als (h)einzigartige Wahrheit zu verkaufen. Was er selber dazu sagen würde? Keine Ahnung! Wahrscheinlich so etwas wie: "Halt die Fresse, wenn du mit mir redest!"
Im vollbesetzten Zauberkasten jedenfalls hatte er das Publikum wieder mal voll auf seiner Seite. Mit der Chance auf zwei Tickets für das neue Musical "Ich will Spaߓ in Essen ließen sich seine Fans in der Pause bereitwillig als Schreiberlinge einkaufen und für seine Zwecke einspannen. Der Auftrag: Gebt Heinz eure unglaublichen Sprüche für sein Magazin! Zwar stieß er bei Komiker-Kollegen wie Jürgen Scheugenpflug damit auf Granit ("Watt glaubst du eigentlich, mit wem du hier neben mir stehst?"), sein Publikum aber machte sich gleich an die Arbeit, denn "die Zeit rast - keine Zeit für eine Rast" (Werner Herzog). Während sich manche bei den formalen Dingen schwer taten ("Der, der mir eingefallen ist, der reimt sich nicht", Jörg Störtebecker-Weckes), hatten andere eher ein Zeitproblem ("Die Pause ist zu kurz zum Denken, drum kannst du mir die Karte auch so schenken", Lis Berger). Wiederum andere waren viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt ("Wie soll ich wissen, was ist denke, bevor ich höre, was ich sage?", Karl Rosenblatt).
So kam es, dass am Ende eine junge Frau namens Ninja Helmer aus Dortmund mit einem Spruch gewann, den ein Mann lieber nicht aus dem Munde einer schönen Frau hören möchte: "Ach, und du verhütest also mit deinem Gesicht?"
Bisher habe sie diesen Spruch noch nie anwenden müssen, gab die Gewinnerin selbst zu Protokoll. "Das könnte aber schnell passieren, wenn mich in der Disko irgendein Depp plump anmachen würde." An wen sie dabei wohl gedacht hat? An einen zu stark behaarten LKW-Fahrer ganz sicher nicht
Fotos: KaCo, Text: Gunnar Freudenberg








